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  Energiekonzepte genau erklärt
 
Hausbau Energiekonzepte werden mit Begriffen wie Drei-Liter-Haus, Niedrigenergiehaus und ähnlichen benannt. Weil derartige Begriffe in Vielzahl existieren, führen sie auch schnell zu einiger Verwirrung, da oft nicht klar ist, was für ein Konzept dahinter steckt und was es für den Bauwilligen bei der Finanzierung und im Verlauf der Hausnutzung bedeutet. Wichtig ist bei heutigen Energiekonzepten, dass sie den Bestimmungen der EnEV entsprechen, deren Forderungen deutlich unterbieten, einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und dem Hauseigentümer geringere Energiekosten und ein behagliches Wohnklima bescheren.

Langfristig Kosten senken durch einen höheren Anschaffungswert

Oft ist diese verbesserte Hausqualität mit einem höheren Anschaffungswert verbunden. Deshalb ist es wichtig, für den Hausbau Fördegelder zu erhalten, die speziell für energiesparende Bauten gedacht sind (z.B. von der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW). Um diese Fördergelder in Anspruch nehmen zu können, müssen die Energiesparkonzepte rechnerisch nachvollziehbaren und nachweisbaren Prinzipien zu Grunde liegen sowie allgemein anerkannt und angewendet sein. Die Konzepte, für die das oben Gesagte gilt, sind das Drei-Liter-Haus, das Effizienzhaus 70 und Effizienzhaus 55, das Niedrigenergiehaus und das Passivhaus. Nachfolgend erfahren Sie mehr über die Anforderungen an die einzelnen Konzepte.


Drei-Liter-Haus:

Fordert einen Heizenergieverbrauch von maximal 30 kWh je beheiztem m² Wohnfläche und Jahr (kWh/m²a). Das entspricht einem Heizölverbrauch von 3 l/m²a oder einem Erdgasverbrauch von 3m³/m²a. Da beim Drei-Liter-Haus keine weiteren Forderungen gestellt werden, richtet sich der Primärenergieverbrauch nach den Berechnungsvorschriften der EnEV 2004 und darf bei kleineren Bauwerken, wie Ein- bis Zweifamilienhäusern bis ca. 140 kWh/m²a betragen. Das bedeutet: Neben z.B. 30 kWh/m²a für das Beheizen des Hauses dürfen bis maximal 110 kWh/m²a für die übrige Haustechnik (Warmwasser, mech. Lüftung etc.) verbraucht werden. Die Anforderungen an die Luftdichtigkeit der Fugen richtet sich hier ebenfalls nach EnEV. Als Obergrenze sind damit 3 Hausvolumen und bei Häusern mit mechanischer Lüftungsanlage 1,5 Hausvolumen pro Stunde bei 50 Pa Unterdruck erlaubt.


Effizienzhaus 55:

Fordert einen Primärenergieverbrauch von maximal 60 kWh/m²a. Mit einem Verbrauch von 60 kWh/m²a für die Heizung und nach EnEV anzusetzender 12 kWh/m²a für die Warmwasserbereitung ist das nicht mehr zu erfüllen. Hier muss schon deutlich Energie eingespart und mehr in Heizanlage, Solarenergie, Fenster und Hausdämmung investiert werden. Es werden aber keine konzeptionellen Vorgaben definiert. Die Anforderungen an die Luftdichtigkeit der Fugen richtet sich auch hier nach der EnEV. Als Obergrenze sind also 3 Hausvolumen und bei Häusern mit mechanischer Lüftungsanlage 1,5 Hausvolumen pro Stunde bei 50 Pa Unterdruck erlaubt.


Effizienzhaus 70:

Fordert einen Primärenergieverbrauch von maximal 60 kWh/m²a. Mit einem Verbrauch von 30 kWh/m²a für die Heizung und nach EnEV anzusetzender 12 kWh/m²a für die Warmwasserbereitung ist das leicht zu erfüllen. Die Anforderungen an die Luftdichtigkeit der Fugen richtet sich auch hier nach der EnEV. Als Obergrenze sind also 3 Hausvolumen und bei Häusern mit mechanischer Lüftungsanlage 1,5 Hausvolumen pro Stunde bei 50 Pa Unterdruck erlaubt. Ansonsten werden keine konzeptionellen Vorgaben definiert.


Niedrigenergiehaus:

Dieser Standard stammt aus dem Jahr 1998 mit der heute veralteten Wärmeschutzverordnung WSV. Hier wird lediglich die Minimierung des Heizenergiebedarfs gefordert. Bei Einfamilienhäusern soll dieser kleiner als 70 kWh und bei Mehrfamilienhäusern kleiner als 55 kWh je beheiztem m² Wohnfläche sein. Die konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses führte zum Passivhaus.


Passivhaus:

Stellt ein sehr umfangreiches Hauskonzept dar. Zu den zu erfüllenden Forderungen werden auch Maßnahmen definiert, die zum Erreichen dieser Forderungen notwendig sind. So fordert das Passivhauskonzept einen Heizenergieverbrauch von unter 15 kWh/m²a (das entspricht einem Heizölverbrauch von unter 1,5 l/m²a), einen Primärenergieverbrauch von maximal 120 kWh/m²a und eine Luftdichtigkeit der Gebäudehülle unter 0,6 Hausvolumen pro Stunde bei 50 Pa Unterdruck. Die dazu erforderlichen Maßnahmen sind folgende:

  • Optimale Orientierung der Gebäude nach Süden zur passiven Sonnenenergienutzung (solare Gewinne).
  • Hochwärmedämmende Fenster mit Dreifachverglasung und einem U-Wert unter 0,8 und einem g-Wert größer als 50%.
  • Überdurchschnittliche Dämmung der Außenbauteile mit einem U-Wert zwischen 0,10 und 0,15.
  • Luftdichte Gebäudehülle mit weniger als 0,6 Hausvolumen pro Stunde bei 50 Pa Unterdruck.
  • Mechanische Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung von mehr als 80% der Abwärme (passive Erwärmung der Frischluft) und einem Lüftungsvolumen von 30 m³ pro Stunde und Person.
  • Nutzung von Umgebungswärme (Erdwärme) durch Wärmepumpentechnik.
  • Verringerter Stromverbrauch durch Nutzung von Sonnenenergie und Verwendung effizienter Haushaltgeräte.
  • Geringer Energieverbrauch bei der Brauchwasserbereitung durch Nutzung von Sonnenenergie (Solarwärmekollektoren).
Weiterführende Informationen

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Ausbauhaus
Ausbauhäuser, gelegentlich auch Mitbauhäuser genannt, sind zuallererst einmal Fertighäuser. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Innenausbau ganz oder teilweise vom Bauherrn vorgenommen wird.
 
Fertighaus
Damit sich der zukünftige Bauherr schnell zurecht findet, listen wir in dieser Übersicht die Fertighausanbieter auf, die bestimmte Typenhäuser herstellen wie etwa Bungalows oder Passivhäuser oder deren Häuser durch einen besonderen Baustil auffallen.
Bausatzhaus
Aus einen Hausbausatz ein Haus erstellen heißt: Selberbauen mit System. Selbstbauhaus, vom Bausatz zum eigenen Haus, mit Bauanleitung zum eigenen Haus. Preiswertes Bauen für Jedermann.
 
Holzhaus
Ein Holzhaus ist ein Haus, das überwiegend aus Holz gefertigt wurde. Es gibt verschiedene Typen von Holzbauformen, die da wären: Das Blockhaus oder Blockbohlenhaus oder in Holzständerbauweise, Holztafelbauweise.
Energiehaus
Der Trend der Forschung geht zum Haus der Zukunft, das komplett unabhängig vom Gas- oder Stromnetz und fossilen Energieträgern ist. Es gibt sogar schon Häuser, die mehr Energie erzeugen, als ihre Bewohner verbrauchen!
 
Massivhaus
Als Massivhaus gilt, wenn seine stützenden, lasttragenden Wände aus Stein oder mineralischen Stoffen errichtet wurden. Verwendete Baumaterialien für Wände sind meistens Gas-, Porenbeton-, Kalksand-, Styropor-, oder Ziegelstein.
 
   
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