Je nachdem, was die Anlage beheizen soll, ist entscheidend für ihre optimale Dimensionierung. Sie wird von einem Fachplaner für Heizungstechnik ermittelt. Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Brennstoffen, die Sie auch mit alternativen Energien kombinieren können. Es gibt unterschiedliche Heizanlagen mit Vorzügen und Nachteilen. Sie unterscheiden sich vor allem in ihrem Wirkungsgrad. Entsprechend ihren Eigenschaften gibt es verschiedene Heizkörper, daneben die Wand- und Fußbodenheizung und auch die Beheizung durch mechanische Belüftung ohne Heizkörper. Ein günstiger Ort ist z. B. der Keller, der damit selbst erwärmt wird wie auch das Haus von unten.
Eine durchdachte Wärmetechnik ist der Schlüssel zum Eigenheim
Mit einer Heizungsanlage lassen sich sowohl Wohnräume als auch Trinkwasser erwärmen. Es gibt aber auch Systeme, bei denen getrennt mit einem Brenner geheizt und mit einer anderen Energiequelle, z.B. Solarenergie, das warme Trinkwasser bereitet wird. Auch die Kombination von Brenner und Solarenergie ist möglich. Je nachdem was Ihre Heizung beheizen soll, muss die Nennleistung der Heizanlage ausgelegt werden. Entscheidend für die Leistung Ihrer Heizung ist,
wie viel zu beheizende Nutzfläche Ihr Haus haben wird,
wie gut Ihr Haus gedämmt ist (U-Wert),
wie gut es abgedichtet ist (Blower-Door-Messung),
ob Solarenergie mit genutzt werden soll und
ob die Heizungsanlage auch Ihr Brauchwasser erwärmen soll.
Ein Beispiel: Für ein Einfamilienhaus mit 100 m² zu beheizender Fläche, nach den Richtlinien der EnEV erbaut, Fußbodenheizung, sechs Warmwasserhähne und vier Personen im Haushalt benötigen Sie einen Brennwertkessel mit maximal 16 kW und einen 83-Liter-Warmwasserspeicher mit Schichtladetechnik. Die optimale Dimensionierung Ihrer Heizung, Heizkörper, Leitungen und Ihers Warmwasserspeichers wird von einem Fachplaner für Heizungstechnik ermittelt.
Womit kann man heizen?
Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Brennstoffen, die Sie auch mit alternativen Energien kombinieren können.
Erdgas: Sehr bequem ist es mit Erdgas zu heizen. Wenn Ihr Grundstück an das Gasnetz angeschlossen ist, so liegt es nahe, dass Sie diese Energiequelle nutzen, denn immerhin tragen Sie Ihren Teil der Erschließungskosten für die Gasversorgung in der Strasse. Weitere Gründe, sich für Gas zu entscheiden, sind der Wegfall eines Brennstofflagers und die Möglichkeit, mit Erdgas auch zu kochen, anstatt dafür den viel teureren Strom zu verwenden. Erdgasnutzung ist sehr verbreitet, denn die meisten deutschen Städte und Gemeinden betreiben ein umfangreiches Gasnetz. Hinsichtlich der Bemühungen den Ausstoß von CO2 zu reduzieren, stellt Erdgas als fossiler Brennstoff einen ungeeigneten und nicht zukunftssicheren Brennstoff dar. Die sicher erschließbaren Weltreserven an Erdgas betragen derzeit etwa 140 Bio m³ und reichen noch etwa 65 Jahre vor. Sämtliche Erdgasreserven, auch die kostspielig erschließbaren, genügen noch für etwa 170 Jahre. Im Preisvergleich zu Heizöl und Holz liegt Erdgas derzeit im Mittelfeld.
Heizöl: Heizen mit Öl ist weit verbreitet. Im Vergleich zu Erdgas ist es aber schadstoffreicher, benötigt einen speziellen Brennstofflagerraum mit Öltank und eignet sich nicht zum Betrieb eines Kochers. Derzeit ist es sogar teurer und ständig den Weltölpreisschwankungen ausgesetzt. Als fossiler Brennstoff ist es nicht CO2-neutral. Ein Liter Heizöl enthält ca. 10 kWh Energie und ist wie Erdgas für die Brennwerttechnik geeignet. Heizöl wird in verschiedenen Qualitäten, die sich in Lagerbarkeit, Schadstoffbelastung und Preis unterscheiden, angeboten.
Holzscheite und Holzhackschnitzel: Als regenerativer Brennstoff stellt Holz einen idealen Brennstoff mit Zukunftssicherheit dar. Kommen Sie günstig an Brennholz heran, so sollten Sie Holz als Brennstoff in Erwägung ziehen. Am günstigsten kauft man Brennholz direkt vom Förster, aber auch vom regionalen Brennholzlieferanten bekommt man den Festmeter Laubholz schon ab 49 EUR. Zu bedenken ist nur, dass ein größerer Lagerplatz gebraucht wird. Brennholz hat einen durchschnittlichen Heizwert von ca. 2,9 kWh/kg. Equivalent zu 1000 Litern Heizöl, die 1 m³ in Anspruch nehmen, benötigen Sie 3,5 Tonnen Holz, die ca. 10 - 15 m³ beanspruchen. Zu beachten ist auch, dass die Feuchtigkeit von Brennholz, wenn es frisch geschlagen ist, bis zu 50% betragen kann. Nach 1-2 Jahren trockener Lagerung hat es nur noch 15 - 20% Feuchte. Holzpellets z.B. enthalten nur 8% Feuchtigkeit. Je feuchter das Holz ist, um so schlechter ist sein Heizwert. Sehr preiswertes Brennholz ist oft nicht genügend abgelagert, ist also noch zu feucht oder es hat einen geringen Brennwert, weil es nicht die Holzart ist, die Sie wollten. Prüfen Sie die gelieferte Holzart anhand der Rinde und der Holzmaserung, die für jedes Holz charakteristisch ist. Ausgehend von gleicher Feuchte in den Holzarten hat Robinienholz mit 2100 kWh/m³ den höchsten Heizwert. Hölzer wie Eiche, Esche, Buche und Birke haben etwas geringere, aber auch sehr gute Heizwerte. Sehr zu empfehlen sind Hackschnitzel, da sie die restlose Verwertung von Abfallholz fördern, was einer effektiven Holzwirtschaft dienlich ist. Doch müssen Sie Hackschnitzel extra einkaufen oder, wenn Sie eigenes Holz haben, sich einen Shredder besorgen und die Hackschnitzel selber herstellen, was erhöhten Arbeitsaufwand bedeutet. Komfortabler sind Hackschnitzel dann aber beim Heizen, weil sie mittels Förderschnecke dem Brenner automatisch zugeführt werden können und Sie sich nicht täglich um die Heizung kümmern müssen.
Holzpellets: Holzpellets (Holzpresslinge) stellen den effizientesten Holzbrennstoff dar. Sie werden aus Abfällen der Holz verarbeitenden Industrie hergestellt (Schleifstaub, Säge- und Hobelspäne). Es handelt sich um gepresste zylindrische Körper mit einem Durchmesser von ca. 6 - 8mm und 5 - 30mm Länge, die durch Zusammenpressen und ohne Zugabe von schädlichen Bindemitteln hergestellt werden. Einziges Bindemittel, das erlaubt ist, ist Mais- oder Kartoffelstärke. Die Pellets können, wie Heizöl, per Tankwagen geliefert und in das Brennstofflager gepumpt werden. Aufgrund der erhöhten Kompression weisen Pellets einen höheren Energieinhalt (ca. 5,0 kWh/kg) und niedrigere Feuchtigkeit (nur 8%) als Holzhackschnitzel oder -scheite auf, was entsprechend kleinere Lagerräume erfordert. Wesentlich für Pellets ist die trockene Lagerung, da sie rasch zerfallen, wenn sie zu feucht werden. Die Pelletqualität wird durch die DIN 51731 oder besser durch die Ö-Norm M 7135 und das DIN Plus-Zertifizierungsprogramm sichergestellt. Auf entsprechende Kennzeichnung ist zu achten.
Fernwärme: Mit Fernwärme zu heizen ist genauso bequem wie mit Erdgas. Dadurch, dass es keinen Brenner und kein Brennstoff im Haus gibt, sparen Sie Raum, Betriebskosten und mindern die Brandgefahr im Haus. Da Wärme und Strom im selben Kraftwerk erzeugt werden, ist die Ausnutzung der Energiequelle durch Verwenden der Abwärme des Kraftwerkes und damit die Umweltverträglichkeit hier besonders hoch. Neben der Wärme für die Hausheizung erhält man auch Wärme für das Brauchwasser. Fernwärme kostet zur Zeit durchschnittlich 5,5 ct/kWh (Stand: September 2008).
Strom: Zur Gebäudeheizung ist elektrischer Strom aus dem Stromnetz zu wertvoll und auch zu teuer. Aus ökologischen Gründen ist das Heizen mit Strom nicht empfehlenswert, da im Winter ein großer Anteil des Stroms aus fossilen Energieträgern erzeugt werden muss. Die einzige, sinnvolle Anwendung stellt aus Solar- oder Windenergie selbst erzeugter Strom dar, der für die Erwärmung von Brauchwasser und zum Betrieb einer Wärmepumpe verwendet wird. Ansonsten ist Heizen mit Strom aus dem Netz nur als Notlösung zu empfehlen.
Flüssiggas: Der Heizwert von Flüssiggas ist so gut wie der des Erdgases. Das Abgas ist sauberer als das von Erdgas oder Holz. Auch der CO2-Ausstoß pro kWh ist gering. Wie Erdgas eignet sich Flüssiggas nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Kochen. Ein Liter Flüssiggas wiegt 510 Gramm, enthält ca. 6,5 kWh und besteht aus Butan, Propan oder einem Gemisch aus beiden. Doch diese Energieform ist nur überlegenswert, wenn Fernwärme, Erdgas, Holz oder Heizöl nicht in Frage kommen, denn das Flüssiggas ist wesentlich teurer. Der Transport- und Betankungsaufwand ist wegen des hohen Drucks (8 bar!) höher als bei Heizöl. Verglichen mit Heizöl benötigen Sie einen größeren und auch teureren Tank. 3000 l Flüssiggas entsprechen ca. 2000 l Heizöl. Während man für Heizöl lediglich simple Kunststofftanks benötigt, braucht man für Flüssiggas einen druckdichten Spezialtank, der zudem noch regelmäßig vom TÜV abgenommen werden muss. Als fossiler Brennstoff ist Flüssiggas nicht CO2 neutral.
Sonnenenergie: Sie kann zur Erzeugung von Elektrizität durch Solarzellen und zum Bereiten von heißem Wasser durch Wärmekollektoren genutzt werden. Um sie nutzen zu können, benötigen Sie eine Fotovoltaik- oder eine Wärmekollektoranlage.
Erd- und Umgebungswärme: Dies ist eine kostenlose, natürliche Energiequelle, die Sie mit einer Wärmepumpe nutzen können. Sie macht Sie unabhängig von allen Brennstoffen. Das Medium mit der geringsten Wärmedifferenz sollte verwendet werden, damit die Wärmepumpe am effektivsten arbeitet. Deshalb verwendet die Wärmepumptechnik in den meisten Fällen Erdwärme aus Tiefen ab 100m oder Wärme aus Grundwasser. Außenluft als Wärmequelle ist theoretisch auch möglich, bedeutet aber eine nicht so gute Effizienz, da die Lufttemperatur zu sehr schwankt und im Winter zu niedrig ist. Das Einbringen der Erdsonde zur Erdwärmenutzung ist kostspielig, da sie in etwa 100m Tiefe platziert werden muss. Allgemein sind die Kosten für die Erschließung der Umgebungswärme hoch. Erst nach Jahren macht sich die kostenlose Energiequelle wirtschaftlich positiv bemerkbar.
Windkraft und Windenergie: Windkraft wird in erster Linie zur Erzeugung von Strom (sogenanntem grünem Strom) verwendet. Windkraftanlagen sind sehr teuer in der Anschaffung und eignen sich nicht für ein Haus allein. Sinnvoll ist die Nutzung von Windkraft für ganze Siedlungen oder Gemeinden.
Welche Heizanlagen gibt es?
Es gibt unterschiedliche Heizanlagen mit Vorzügen und Nachteilen. Sie unterscheiden sich vor allem in ihrem Wirkungsgrad.
Kachelofen, Setzofen und offener Kamin: Unschlagbar, wenn es um Komfort und Behaglichkeit geht, sind für die meisten Menschen Öfen und Kamine. Diese werden im wesentlichen mit Holz betrieben, Kachelöfen auch mit Kohle. Ihr energetischer Wirkungsgrad ist gering. Durch ihren unvollständigen Verbrennungsprozess und den hohen Anteil an Schadstoffen in der Kohle, ist der Schadstoffausstoß recht hoch. Deshalb stellen diese Art Heizungen weniger eine entscheidende Wärmequelle, sondern eher eine Komforteinrichtung dar.
Standardheizkessel: Dieser arbeitet mit einer Betriebstemperatur von 90°C. Die Temperatur darf nicht unter 70°C sinken, da es dann zur Kondensation von Abgasen kommt, was zur Beschädigung der Abgasanlage führt. Die Abgastemperaturen müssen bei diesem Heizsystem 130 - 200°C betragen. Zusätzlich benötigt diese Heizanlage einen weiteren Wärmetauscher, der das eigentliche Heiz- und Warmwasser bereitet, da 70 - 90°C zu heiß sind, um es durch Heizkörper und aus Wasserhähnen laufen zu lassen. Standardheizkessel werden mit Gas oder Öl betrieben und dürfen seit dem 1. Januar 1998 bis zu einer Leistung von 400 kW nicht mehr zum ständigen Verbleib eingebaut werden. Sie spielen in der Praxis für die Neuinstallation keine Rolle mehr, da ihr Wirkungsgrad zu gering und ihre Technik veraltet ist. Auch werden sie den Anforderungen der Energiesparverordnung 2004 (EnEV) nicht mehr gerecht.
Niedertemperaturkessel: Niedertemperaturkessel (NT-Kessel), auch Heizwertkessel genannt, arbeiten mit einer kontinuierlichen Betriebstemperatur von 35 - 40°C, ohne dass es zu Schäden durch Kondensation von Abgasen kommt. Der Wirkungsgrad ist gegenüber dem Standardkessel deutlich höher. Dabei werden Gas oder Öl sehr schadstoffarm verbrannt. Je nach Gerät lässt sich die Temperatur gleitend ohne untere Begrenzung absenken. Nachts kann der Kessel abgeschaltet werden, was die Bereitschaftsverluste und damit die Betriebskosten deutlich reduziert. Niedertemperaturkessel entsprechen dem heutigen Stand der Technik. Sie haben geringe Abmaße und benötigen entsprechend wenig Platz im Haus. Mehrstufige oder stufenlos verstellbare Kessel können in der Regel auch alte Systeme mit 90°C Vorlauftemperatur betreiben. Sie sind deshalb als Ersatz für ältere Standardheizkessel geeignet und empfehlenswert. Wegen der geringen Abgastemperaturen dieser Heizungsart müssen die Schornsteine für Kondenswasserausfall geeignet sein! Das bedeutet für Heizungssanierer, dass sie auch den Schornstein sanieren müssen. Dieser wird dann mit einer säurebeständigen und luftdichten Edelstahlröhre ausgekleidet.
Brennwertkessel: Der Brennwertkessel ist die konsequente Weiterentwicklung des NT-Kessels mit einem 10 - 11% höheren Wirkungsgrad. Ein Brennwertkessel nutzt die in einem Brennstoff enthaltene Energie nahezu vollkommen aus, indem die Wärmeenergie des Abgases zur Vorwärmung des Rücklaufwassers verwendet wird. Die Abgase verlassen den Brennwertkessel mit so niedrigen Temperaturen, dass der thermische Auftrieb im Kamin durch ein Gebläse ersetzt werden muss. Der Schornstein muss mit gasdichten kondensatbeständigen Innenrohren ausgeführt sein. Hierfür eignen sich Edelstahl-, Glas- und Kunststoffrohre oder Schamotte als Baustoff. Bei der starken Abkühlung des Abgases fällt gewollt sehr viel Kondensat an. Deshalb sind Brennwertkessel so konstruiert, dass sie durch das Kondensat nicht beschädigt werden können. Das Kondensat ist leicht sauer und kann bei Anlagen bis 25 kW, nach Abstimmung mit der unteren Wasserbehörde, in die Kanalisation eingeleitet werden. Für Anlagen höherer Leistungen ist die Einleitung nur unter bestimmten Auflagen möglich. Empfehlenswert ist die Verwendung einer Neutralisationseinrichtung. Weitere Infos gibt die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall, (ATV-DVWK) mit ihrem Merkblatt M 251. Als Brennstoff kommt vor allem Gas in Frage, da die Abgase schwefelärmer sind als die des Heizöls. Kann Ihr Haus mit Gas versorgt werden, so ist ein Brennwertkessel ein ideales Heizsystem.
Thermen: Thermen, auch Gas-Umlaufwasserheizer genannt, wurden eigentlich für die Erwärmung von Brauchwasser entwickelt und sind nach heutigem Stand der Technik im Prinzip kleine, wandhängende Niedertemperatur- oder Brennwertkessel. Sie erzeugen Heizwasser auf engstem Raum und eignen sich aus diesem Grund für den Einsatz als Heizung für kleinere Wohnungen und Häuser mit Gasversorgung. Die Obergrenze ihrer Leistungsfähigkeit liegt bei 35 kW, ihre Anschaffungskosten sind gering, der Platzbedarf minimal und Heizräume sowie Brennstofflager entfallen. Thermen können in Nischen, kleinen Räumen oder in der Küche wandhängend installiert werden.
Festbrennstoffkessel: Festbrennstoffkessel bieten eine gute Alternative zu Öl- und Gasbrennern, wenn Sie günstig an Holz gelangen können oder die Versorgung mit Öl oder Gas ausgeschlossen ist. In Festbrennstoffkesseln verfeuert man vorzugsweise Holzscheite, Holzhackschnitzel, Holzbriketts oder Holzpellets. Besonders umweltfreundlich sind Kessel mit Holzvergasertechnik. Sie erreichen einen Wirkungsgrad von bis zu 90%. Moderne Kessel haben einen ähnlichen Komfort wie Öl- oder Gasbrenner, erfordern aber das tägliche Nachlegen von Brennmaterial. Dies vor allem bei Holzscheitbrennern. Anders sieht es da bei schüttbarem Holzbrennstoff aus. Kessel mit automatischer Beschickung sind für Holzhackschnitzel und Holzpellets selbstverständlich. Die kesselintegrierten Vorratsbehälter für die automatische Beschickung halten jedoch in der Regel nur für ein bis zwei Tage vor. Das Brennstofflager kann aber mit einer automatischen Förderanlage zum Nachfüllen des Vorratsbehälters ausgerüstet werden. Pellets eignen sich dafür am besten. Eine Besonderheit sind sogenannte Umstellkessel, die zwei verschiedene Feuerräume besitzen und entweder mit Feststoffen oder Öl/Gas beheizt werden können.
Wärmepumpen: Eine Wärmepumpe bietet die Möglichkeit, ohne Brennstoff und Abgas und mit geringen Betriebstemperaturen Wärme zu erzeugen. Sie arbeitet nach dem Prinzip eines Kältemotors (Stirlingmotor), wie er in einem Kühlschrank oder einer Klimaanlage verwendet wird und bezieht Wärmeenergie kostenlos aus der Umgebung, also aus der Außenluft, dem Grundwasser oder dem tiefen Erdboden (Erdwärme). Am gebräuchlichsten ist die Wärmegewinnung aus Erdboden und Grundwasser, weil dort zu jeder Jahreszeit konstante Plusgrade herrschen. Verwendet wird die Wärmequelle mit dem höchsten Temperaturniveau. Sie bringt die höchst mögliche Leistungszahl und damit niedrigste Heizkosten. Für den Betrieb der Wärmepumpe ist etwas Strom notwendig (ca. 1 kW Strom für 5 kW Wärme), jedoch so wenig, dass er mit einer Solaranlage auf Ihrem Dach erzeugt werden kann. Damit kann eine Wärmepumpe 0% Primärenergie verbrauchen. Wärmepumpen können mit einem zusätzlichen Elektroheizeinsatz zur Absicherung der Vollversorgung an extrem kalten Wintertagen ausgerüstet sein. Die Anschaffungskosten für Wärmepumpen sind höher als für andere Heizsysteme. Dafür liegen jedoch die Betriebskosten um 50% niedriger als bei Gas- oder Ölheizung. Die Brauchwassererwärmung kann ebenfalls von der Wärmepumpe übernommen werden.
Welche Heizkörper kann man verwenden?
Entsprechend ihren Eigenschaften gibt es unterschiedliche Heizkörper, daneben die Wand- und Fußbodenheizung und auch die Beheizung durch mechanische Belüftung ohne Heizkörper.
Radiatoren und Konvektoren: Dies sind die Heizkörper im klassischen Sinn. Sie werden in der Regel vor oder unterhalb der Fenster platziert und heizen einen Raum einerseits durch Erwärmen der Luft und andererseits durch Abstrahlen von Wärme. Das Abstrahlen von Wärme ist vor allem aus der Fensterrichtung wichtig, da dort die meisten Wärmeverluste entstehen, die für Unbehaglichkeit sorgen. Wandheizkörper sollten bis 60° C warm werden, damit sie eine angenehme Wärmemenge abstrahlen. Die Größe der Heizkörper hängt von der Raumgröße und dem Wärmeverlust durch die Außenwand ab. Einige Heizkörperarten sind überwiegend Wärmestrahler, das sind sogenannte Radiatoren, die eher groß sind und eine relativ kleine Oberfläche zum Wärmetausch mit der Luft haben. Andere, Konvektoren genannt, geben deutlich mehr Wärme an die Luft ab und strahlen weniger Wärme in den Raum. Sie sind sehr klein, haben eine durch Konvektorbleche erheblich vergrößerte Oberfläche und eignen sich bestens für den Einsatz bei großen, raumhohen Fensterfronten, da sie in eine niedrige Mulde vor der Fensterfront passen. In der Regel finden Heizkörper Verwendung, die sowohl die Luft gut erwärmen als auch Wärme abstrahlen. Bei diesen werden Platten und Konvektorbleche kombiniert.
Fußboden- und Wandheizung:Die Fußbodenheizung ist eine besonders komfortable Art der Raumheizung, besonders unter dem Aspekt der Behaglichkeit. Sie kann je nach Bauart entweder elektrisch oder mit Warmwasser beheizt sein. In jedem Fall erfordert eine Fußbodenheizung einen speziellen Fußbodenaufbau mit sehr guter Dämmung, einem Heizestrich und dem eigentlichen Bodenbelag sowie erhöhten Qualitätsanforderungen an die verarbeiteten Materialien. Die verwendeten Bodenbeläge sollten als für Fußbodenheizung geeignet gekennzeichnet sein. Bei den Materialien gibt es ansonsten keine Einschränkung. Keramische Fliesen, Platten, Natur- oder Betonstein, Kunstharzestrich und Asphalt, Textilbelag, PVC, Linoleum, Laminat, Parkett und Kork sind verwendbar. Für Altbausanierungen bieten mittlerweile einige Hersteller spezielle Fußbodenheizungssysteme an, die eine geringe Aufbauhöhe und ein geringes Gewicht haben. Diese verwenden leichte Trockenestrichplatten und spezielle Dämmplatten mit Aufnahmen für die Heizleitungen. Die Wandflächenheizung funktioniert wie die Fußbodenheizung, befindet sich aber senkrecht in einer Innenwand. Auch gut gedämmte Außenwände sind als Träger denkbar. Warme Raumumschließungsflächen bedeuten ein gesundes Raumklima mit viel Strahlungswärme. Warme Wandflächen werden von Menschen als besonders angenehm empfunden. Das macht die Wandflächenheizung noch angenehmer als die Fußbodenheizung.
Warmluftstrom und Bauwerkskerntemperierung: Das sind die Methoden um Niedrigstenergie- und Passivhäuser zu beheizen. Die Notwendigkeit zu heizen ist bei diesen Häusern durch maximale Dämmung und Nutzung solarer Gewinne so weit reduziert, dass keine Heizkörper mehr zum Einsatz kommen müssen. Das Beheizen funktioniert hier primär über die mechanische Lüftung, denn diese Häuser müssen zwangsbelüftet werden. Die zugeführte Frischluft wird dabei in einem Wärmetauscher mit der Abluft erwärmt bzw. im Sommer gekühlt. Zudem kann im Winter die Frischluft noch nachgeheizt werden. Eine weitere Art bei Niedrigstenergie- und Passivhäusern (vor allem Konstruktionen aus Beton) zu heizen ist die Erwärmung der innen liegenden, massiven Konstruktionsbauteile. Diese sind Wärmespeicher und sorgen für ein behagliches Raumklima unter anderem durch die Wärmestrahlung aus Wänden und Böden.
Wohin mit der Heizanlage in meinem Haus?
Bis auf die Gasetagenheizung, die eine einzelne Wohnung in einem Mehrfamilienhaus beheizt und meistens in der Küche in der Nähe eines Abgasschachtes an die Wand montiert wird, benötigen alle Heizsysteme einen eigenen Raum mit speziellen Anforderungen an Raumgröße, Brandschutz und Lüftung. Hinzu kommt noch ein Raum als Lager für Brennstoffe. Genau genommen wird ein eigener Heizungsraum bauordnungsrechtlich ab einer Brennernennleistung von 50 kW zwingend notwendig. Doch ist es ratsam, auch kleinere Brenner und Warmwasserbehälter vom übrigen Wohnbereich zu trennen. Der bauordnungsrechtlich vorgeschriebene Heizungsraum muss mindestens 2m lichte Raumhöhe und mindestens 8m³ Rauminhalt aufweisen. Feste Brennstoffe können auch innerhalb dieses Heizungsraumes gelagert werden, wenn der Brenner weniger als 150kW Nennleistung aufweist. Der denkbar günstigste Ort für die Heizung in Ihrem Haus liegt zentral, nah an der Installationsführung und nahe am Hausanschlussraum. Kurze Rohrleitungen zu den Heizkörpern sind wichtig. Wenn Sie einen Keller haben, dann hat es Sinn, dort auch die Heiztechnik unterzubringen. Die Wärme, die eine Heizung dort abgibt, erwärmt Ihren Keller und damit Ihr Haus von unten.
Ausbauhaus
Ausbauhäuser, gelegentlich auch Mitbauhäuser genannt, sind zuallererst einmal Fertighäuser. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Innenausbau ganz oder teilweise vom Bauherrn vorgenommen wird.
Fertighaus
Damit sich der zukünftige Bauherr schnell zurecht findet, listen wir in dieser Übersicht die Fertighausanbieter auf, die bestimmte Typenhäuser herstellen wie etwa Bungalows oder Passivhäuser oder deren Häuser durch einen besonderen Baustil auffallen.
Bausatzhaus
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Holzhaus
Ein Holzhaus ist ein Haus, das überwiegend aus Holz gefertigt wurde. Es gibt verschiedene Typen von Holzbauformen, die da wären: Das Blockhaus oder Blockbohlenhaus oder in Holzständerbauweise, Holztafelbauweise.
Energiehaus
Der Trend der Forschung geht zum Haus der Zukunft, das komplett unabhängig vom Gas- oder Stromnetz und fossilen Energieträgern ist. Es gibt sogar schon Häuser, die mehr Energie erzeugen, als ihre Bewohner verbrauchen!
Massivhaus
Als Massivhaus gilt, wenn seine stützenden, lasttragenden Wände aus Stein oder mineralischen Stoffen errichtet wurden. Verwendete Baumaterialien für Wände sind meistens Gas-, Porenbeton-, Kalksand-, Styropor-, oder Ziegelstein.
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Dieser Blog soll einen kühnen Blick auf den anwaltlichen Schreibtisch werfen und die verschiedenen Facetten der anwaltlichen Tätigkeit aufzeigen. Als Anwalt stellt man immer wieder fest, daß von Kanzlei-“Alltag“ keine Rede sein kann. Laufend wird man als Anwalt mit Sachverhalten, gegnerischen Schreiben, Verfügungen, Urteilen etc. konfrontiert, welche nachdenklich machen, interessant sind, zu denken geben, Verwunderung auslösen oder schlicht und einfach skurril sind. Dieser Blog soll die Leser an einigen dieser (anonymisierten) Momente teilhaben lassen und zeigen, daß die Welt der Juristerei vielfältiger und lebensnäher ist, als ihr dies oftmals nachgesagt wird.