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Familienpolitik: Familien und Kinder in Deutschland
Aktuelle Informationen und Analysen zur Familienpolitik und zur Situation und den Bedürfnissen von Familien und Kindern in Deutschland. Weiterhin Konzepte und Alternativansätze für eine zukunftsorientierte Familien- und Kinderpolitik in Deutschland, die aktiv dazu beiträgt, eine zukunftsfähige Gesellschaft in Deutschland zu gewährleisten. Für eine Gesellschaft, die endlich beginnt heute konsequent an morgen zu denken. Die Kinder von heute sind die Säulen der Gesellschaft von morgen!
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Familienpolitik: Familien und Kinder in Deutschland
In einer bei http://de.statista.com veröffentlichten Studie im Auftrag des BMFSFJ wurden in Deutschland Menschen ab 16 Jahren dazu befragt, welche Erwartungen sie an die Familienpolitik haben.
An erster Stelle wird die Erleichterung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf genannt an zweiter Stelle folgt die Förderung junger Familien sowie als drittes die Ausdehnung der Betreuungszeiten an Schulen.
Unter den Top 10 werden weiterhin die "bessere Anerkennung von Erziehungszeiten bei der Rente und kostenlose Kindergartenplätze genannt.
Die nachfolgende Grafik zeigt die 10 meist genannten Erwartungen.
Ich halte alle diese Punkte für berechtigt. Insbesondere die beiden erstgenannten Punkte sind von zentraler Bedeutung, da sie letztlich mehrere der nachgenannten Erwartungen zusammenfassen.
Sowohl junge Familien zu fördern als auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern bedeutet letztlich, der Familie und Kindererziehung eine größere Bedeutung zu geben. Die Zahlen bestätigen diese Erwartungshaltung der Gesellschaft an die Politik eindeutig!
Mich stimmt dieses Ergebnis positiv. Zeigt es doch, dass die Gesellschaft Familien positiv bewertet und ein klares Signal an die Politiker in Deutschland sendet, sich stärker für die Interessen von Familien und Kindern einzusetzen.
Die von der neuen Regierung für Familien beschlossenen Erleichterungen reichen wie schon mehrfach gesagt, nicht aus, um die Situation wirklich zu verbessern. Dies betrifft vor allem das Betreuungsangebot als auch die finanzielle Unterstützung von Familien in Deutschland. Die Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibetrag ist eine wohlwollene Anerkennung für Familien. Wie bereits in diesem Blog bereits zurecht angemerkt, kommen diese Erhöhungen aber nicht Kinder zugute, deren Eltern Hartz IV beziehen. Eine wirkliche Verbesserung der Situation tritt aber erst ein, wenn
1. ausreichend Betreuungsangebote vorhanden sind für Kinder aus Familien, in denen ein Elternteil sich nicht vollzeitig um das oder die Kinder kümmern kann. Dies schließt alle Einrichtungen mit ein: Horte, Tagesstätten, Kindergärten und Schulen. Der Fokus muss dann auf einer qualitativen Betreuung und nicht nur einer Aufbewahrung der Kinder liegen.
2. Familien im Wissen um ihre finanzielle Absicherung in die Lage versetzt werden, Kinder zu zeugen, zu versorgen und ihre Entwicklung zu fördern. Dies geht über das derzeit gewährte Erziehungsgeld hinaus. Ein echtes Erziehungsgehalt, gezahlt für eine Anzahl Jahre wäre hier ein durchaus vorstellbarer Ansatz.
3. eben gerade auch die für unsere Gesellschaft überlebens notwendige Leistung der Kindererziehung im Alter angemessen honoriert wird. Zum Beispiel durch eine verbesserte Anerkennung von Erziehungszeiten bei der Rentenberechnung.
Ich bleibe dabei: Der Politik fehlt es weiterhin an einem schlüssigen Gesamtkonzept um Familien in Deutschland zu fördern und Eltern in die Lage zu versetzen aus einem Gefühl der Absicherung heraus, Kinder in diese Welt zu setzen.
Ich freue mich über Eure / Ihre Kommentare und Anmerkungen.
Ihr, Mario Böhme
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?Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.?
Johann Wolfgang von Goethe
gefunden bei: www.zitate-online.de
Wie ich finde eín wunderbares Bild um zu verdeutlichen worum es in der Erziehung gehen muss.
Man könnte lange darüber philosophieren, zu welchem Zeitpunkt eher die Wurzeln oder eher die Flügel gefragt sind. Ich meine, dass Kinder in den ersten Jahren in ihrer Familie und Gesellschaft Wurzeln schlagen müssen und später müssen diese Wurzeln zunehmend zu Gunsten der Flügel gekappt werden.
Wir befinden uns gerade in diesem Prozess: Sehr spannend :-)
Ihr,
Mario Böhme
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72 Prozent der befragten Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren haben diese Frage laut der Shell Jugendstudie 2009 mit "Ja" beantwortet (Quelle: http://de.statista.com).
Dies widerlegt die Ansicht, wonach die heutige Jugend nichts mehr mit traditionellen Familienstrukturen anfangen könne und belegt eindeutig die nach wie vor zentrale Bedeutung der Familie in der Lebensplanung junger Menschen.
Familie ist für viele junge Menschen immer noch ein Lebensziel!
Es ist daher die Verantwortung der Politik und unserer Gesellschaft als Ganzem, Rahmenbedingungen für diese jungen Menschen zu schaffen, damit aus dem Wunsch nach Familie auch tatsächlich Familien entstehen.
Ihr,
Mario Böhme
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"Ein Land mit Kindern ist ein Land mit Zukunft. Kindern Leben zu schenken, sie groß zu ziehen, ist dem Tun des Försters vergleichbar, der einen Baum pflanzt und weiß: Wenn dieser Baum Schatten spendet, wird er selbst nicht mehr sein."
Helmut Kohl (*1930), dt. Politiker (CDU), 1969-76 Min.-Präs. Rheinland-Pfalz, 1982-98 Bundeskanzler
gefunden bei: www.zitate.de
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Ich begrüsse, dass Frau von der Leyen auch in den nächsten vier Jahren als Ministerin für Familien, Senioren, Frauen und Jugend aktiv sein wird.
Diejenigen, die frühere Artikel und Forderungen in diesem blog gelesen haben, mag dies überraschen.
Natürlich erwarte ich deutlich mehr Impulse aus dem Ministerium und auch von der Ministerin. Die bisher eingeleiteten Maßnahmen orientieren sich an einer graduellen Verbesserung der gegenwärtigen Situation. Diese reichen jedoch bei weitem nicht aus, um die Strukturprobleme zu beheben, die durch die mangelnde Fokussierung in den letzten Jahrzehnten auf die Familie als Grundpfeiler unserer Gesellschaft entstanden sind.
Es fehlt der Politik an einem schlüssigen Gesamtkonzept pro Familie und Kindern. Es fehlt nach wie vor an einem konsequenten Denken ausgehend von den Bedürfnissen der Kinder als Träger der Zukunft unserer Gesellschaft.
Im übrigen waren in den letzten 3 Jahrzehnten mit Ausnahme der Linken alle großen Parteien an der Regierung beteiligt, so dass keine dieser Parteien für sich in Anspruch nehmen kann, es besser zu können oder gemacht zu haben.
Daher ist es zu begrüßen, dass eine Ministerin, die in den letzten vier Jahren verantwortlich war und einiges begonnen hat, weitere vier Jahre im Amt bleibt und nicht nach der ersten Amtszeit wieder abgelöst wird: Ergebnisse brauchen Konstanz!
Damit wird es Frau von der Leyen möglich, die während ihrer ersten Amtszeit angestoßenen Verbesserungen weiter voranzutreiben und deren erfolgreiche Umsetzung in den kommenden vier Jahren zu gewährleisten.
Aus einem zum Ende dieser Legislaturperiode dann achtjährigen Wirken kann man den Anspruch ableiten, dass die Früchte der Arbeit erkennbar werden.
Frau von der Leyen wird sich neben anderem daran messen lassen müssen, inwiefern die während ihrer Amtszeit eingeleiteten Maßnahmen tatsächlich zu einem Anstieg der Geburtenraten geführt haben!
Ich bin persönlich der Überzeugung, dass die bisherigen Aktivitäten dafür bei weitem nicht ausreichen und das Ministerium und die Ministerin dringend weitere konsequente Schritte zu einer Familien und Kinder orientierten Gesellschaft einleiten müssen.
Ihr,
Mario Böhme
Weitere Informationen und Links zum Thema Familie und Kinder in Deutschland finden Sie unter dem Tag "Linksammlung".
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Auf folgender Seite habe ich eine sehr gute Zusammenfassung der Vorhaben der neuen Bundesregierung im Bereich Familie und Kinder gefunden.
http://www.n-tv.de/politik/Kindergeld-Elterngeld-Herdpraemie-article561820.html
Quelle: www.n-tv.de vom 25.10.2009
Nachfolgend der Text im Original:
"Kinderfreibetrag: Der jährliche Kinderfreibetrag soll in einem ersten Schritt zum Januar 2010 von 6024 auf 7008 Euro angehoben werden.
Kindergeld: Das monatliche Kindergeld wird um jeweils 20 Euro erhöht - also auf 184 Euro für das erste und zweite Kind, für das dritte Kind auf 190, für das vierte und weitere Kinder auf je 215 Euro monatlich. "Ein Kindergeldbezug während der Wehr- und Zivildienstzeit wird geprüft", heißt es in dem Koalitionsvertrag. Auch soll die Kinderbetreuung weiter verbessert werden - Tagesmütter sowie Erzieher sollen qualifiziert werden.
Betreuungsgeld: Das Betreuungsgeld von 150 Euro für die Erziehung kleiner Kinder innerhalb der Familie soll vom Jahr 2013 an alternativ als Bargeld oder als Gutschein für Bildungsangebote ausgezahlt werden.
Elterngeld: Das Elterngeld soll weiterentwickelt und flexibler gezahlt werden, um auch mehr Väter für eine Elternzeit zu gewinnen. "Diese Koalition will gleiche Chancen für Frauen und Männer im Beruf wie im Familienleben verwirklichen", heißt es.
Flexilble Arbeitszeitmodelle: Die Koalition will sich zudem für familienfreundliche und flexible Arbeitszeitmodelle einsetzen. Zudem dürfe Kinderlärm kein Anlass mehr für gerichtliche Auseinandersetzungen sein. "Wir werden die Gesetzeslage entsprechend ändern", heißt es im Koalitionsvertrag."
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Nun also ist es offiziell: Die neue Regierung plant den Kinderfreibetrag und das Kindergeld ab 2010 anzuheben.
Dies ist in jedem Fall ein Schritt in die richtige Richtung, um die finanzielle Situation von Familien und Alleinerziehenden zu verbessern.
Während der Kinderfreibetrag ab 2010 um 984 Euro auf 7008 Euro steigen soll, wird das Kindergeld um jeweils 20 Euro pro Monat und Kind erhöht.
Das Finanzamt ermittelt aus den Angaben in der Einkommenssteuererklärung automatisch, ob Freibetrag oder Kindergeld vorteilhafter sind. Wie allen Eltern bekannt ist, wird zunächst monatlich das Kindergeld gezahlt. Somit haben Eltern ab 2010 pro Kind 20 Euro mehr im Monat.
Familien mit höheren Einkommen profitieren generell zusätzlich. Auch die nun beschlossenen Erhöhungen begünstigen Erziehende mit höheren Einkommen. Legt man einen tatsächlichen Steuersatz von 34% zugrunde, dann ergibt sich aus der Erhöhung des Freibetrages eine monatliche Erhöhung von 27,88 Euro und damit ein um 7,88 Euro höherer Betrag aim Vergleich zu den Familien, die maximal Anspruch auf Kindergeld haben.
Dies mag sich kleinkariert anhören. Dennoch halte ich es nicht für richtig, an dieser Stelle Unterschiede zu machen. Alle Kinder sollten vom Staat gleich behandelt werden! Unabhängig davon, wieviel ihre Eltern verdienen.
Grundsätzlich halte ich das Kindergeld bzw. auch den Freibetrag für zu niedrig, da die Kosten, welche für Versorgung und Erziehung von Kindern entstehen, hiermit bei weitem nicht abgedeckt sind.
Ich habe bereits mehrfach betont, dass Investitionen in Kinder Investitionen in die Zukunft unserer Gesellschaft in Deutschland. Aus diesem Grund kann die nun beschlossene Erhöhung des Kindergeldes nur ein erster Schritt sein.
Die neue Regierung hat mit diesem Beschluß etwas für Familien und Kinder getan. Dies ist anzuerkennen. Dennoch fehlt es nach wie vor an einem schlüssigen Gesamtkonzept, wie Familien und Kinder so gefördert werden können, dass aus dem Wunsch vieler Familien und Frauen nach Kindern tatsächlich ein Segen für unser Land und unsere Gesellschaft werden kann. Daran ändert auch das für 2013 zusätzlich angekündigte Betreuungsgeld nichts.
Es fehlt an einer Strategie, um das auch von der Bundeskanzlerin im Wahlkampf immer wieder betonte demografische Problem zumindest langfristig zu lösen. Für die nächsten Jahrzehnte müssen wir uns mit einer zunehmenden Alterung unserer Gesellschaft abfinden. Die Weichen hierfür wurden bereits lange in der Vergangenheit gestellt. Auf die daraus resultierenden gravierenden Probleme für unsere Gesellschaft wird von vielen Seiten immer wieder hingewiesen.
Ich hätte mir daher gewünscht, dass die neue Regierung Roß und Reiter nun endlich benennen und das Problem endlich auch in der Politik thematisieren. Es überrascht mich dabei auch immer wieder, dass bislang noch niemand konkret berechnet hat oder dies zumindest nicht öffentlich gemacht hat, welche finanziellen Lasten auf die folgenden Generationen zukommen werden.
Ich bin der festen Überzeugung, dass, wären diese Zahlen jedem einzelnen bekannt, der Aufschrei so groß wäre, dass man tatsächlich beginnen würde, sich mit dem Problem in einer Form zu beschäftigen, die es ermöglicht, das Allerschlimmste doch noch abzuwenden.
Dann aber wird auch sichtbar, welch kleiner Schritt die nun beschlossene Erhöhung des Kindergeldes um 20 Euro im Monat tatsächlich ist. Auch diese Maßnahme wird schwerlich Frauen und Männer motivieren können, Kinder zu zeugen, die wir dringend in unserer Gesellschaft der Zukunft benötigen werden.
So gesehen sind auch die kommenden vier Jahre weitere vier verlorene Jahre für die Zukunft unserer Gesellschaft!
In den nächsten blogs werde ich darauf eingehen, was aus meiner Sicht getan werden muss, um Familien und Kindern eine Zukunft zu geben und warum die Zukunft der Kinder auch die Zukunft unserer ganzen Gesellschaft ist!
Ich freue mich sehr auf Eure Kommentare ...
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Als eine der ersten Äusserungen der neuen Reguierungskoalition war von einer Erhöhung des Kindergeldes die Rede. Es folgten Ankündigungen über die Verbesserung der Bedingungen für Hartz IV Empfänger, die wohl mit großer Wahrscheinlichkeit auch umgesetzt werden sollen.
Das Bundesverfassunggericht und nicht die Bundesregierung prüft derzeit, welche Versorgungsleistungen für Kinder von Hartz IV Empfängern angemessen sind.
Welche konkreten Verbesserungen plant die neue Bundesregierung nun aber für Familien und Kinder?
Zum Glück ist die Mehrheit der Familien und Kinder nicht auf Hartz IV angewiesen. Gerade deshalb stellt sich die Frage, was diese in den kommenden vier Jahren von ihrer neuen Regierung erwarten dürfen.
Zu befürchten ist, dass Familien und Kinder wieder einmal zu kurz kommen werden und es zurückblickend vier weitere verlorene Jahre sein werden.
Es bleibt nur die Hoffnung, dass sich die Parteien doch noch darauf besinnen, was wirklich wichtig ist für unser Land: Starke Familien und Kinder sind das Fundament der Gesellschaft!
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Das Bundesverfassungsgericht verhandelt über die Rechtmäßigkeit der Hartz IV Regelsätze. Am ersten Verhandlungstag machte Gerichtspräsident Hans-Jürgen Papier deutlich, dass es in dieser Verhandlung darum gehen wird, ob die derzeitigen Hartz IV Leistungen mit Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes vereinbar sind. Was aber verbirgt sich hinter diesem Artikel habe ich mich gefragt. Dort steht folgendes:
"(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."
Die Frage ist also ob die geltenden Regelungen die Würde des Menschen angemessen respektieren und ob der Staat seiner grundgesetzlichen Verpflichtung gerecht wird, die Würde jedes einzelnen Menschen zu achten und zu schützen.
Abgeleitet aus diesem Grundrecht beschreibt das Grundgesetz in den folgenden Artikeln auch klare Anforderungen für den besonderen Schutz von Ehe, Familie und eben Kindern.
Das Grundrecht verweist in Artikel 6,1 auf die besondere Schutzwürdigkeit von Ehe und Familie durch den Staat. Artikel 6,2 erklärt eindeutig die Pflege und Erziehung der Kinder als das natürliche Recht der Eltern. Gegen den Willen der Eltern dürfen Kinder nur von der Familie getrennt werden, wenn die Eltern in der Erziehung versagen oder die Kinder zu verwahrlosen drohen (Abs. 3). Absatz 4 wiederum sichert der Mutter den Anspruch auf Schutz und Fürsorge durch die Gemeinschaft zu. In Absatz 5 werden uneheliche Kinder in Bezug auf ihre leibliche und seelische Entwicklung den ehelichen Kindern gleichgestellt.
Vergleichen wir diesen Anspruch des Grundgesetzes mit der gegenwärtigen Situation, erkennen wir schnell die erheblichen Diskrepanzen, die Familien heute zwischen ihrem grundgesetzlich verbürgten Recht und dem gesellschaftlichen Alltag täglich erfahren.
Wir erleben, dass Familien mit Kindern nur mit immer größerem Aufwand und unter erheblichen Schwierigkeiten ihrem Erziehungsauftrag nachkommen können, weil es immer schwieriger wird, Unterhalt und Ernährung der Familie in angemessenem Maß durch die eigene Arbeit zu gewährleisten.
Wir erleben, dass gerade Alleinerziehende, also vor allem die unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes gestellten Mütter, nicht den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft erfahren, die tatsächlich erforderlich wären, um den bei ihnen alleine liegenden Erziehungsauftrag gemäß Grundgesetz erfüllen zu können.
Wir erleben, dass Kinder im Mutterleib, die unter dem besonderen Schutz des Staates stehen sollen, von diesem nicht ausreichend geschützt werden.
Und, wir erleben, dass den Kindern, deren leibliche und seelische Entwicklung das Grundgesetz besondere Aufmerksamkeit widmet, diese Entwicklungsmöglichkeiten gerade nicht in dem Maß geboten wird, wie dies erforderlich ist, damit aus Kindern später mündige und verantwortungsbewusste Bürger als Teil der Gemeinschaft werden können.
Das Grundgesetz formuliert einen unmissverständlichen Anspruch, dem die Verantwortlichen in Staat und Politik seit vielen Jahren nicht bzw. nicht mehr gerecht werden. Es ist höchste Zeit, diesen Anspruch in der Politik und in unserer Gesellschaft wieder zu gewährleisten, denn nur dann können die Kinder von heute die Hoffnungsträger von morgen sein. Das müssen sie aber, da wir ansonsten in eine hoffnungslose Zukunft in Deutschland blicken.
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Das hatte wohl dann doch niemand erwartet. Das BVG will nicht nur die Frage einer gerechten Regelleistung für Kinder im Rahmen von Hartz-IV beantworten, sondern fragt grundsätzlich nach der Menschenwürde der bestehenden Regelung gemäß Artikel 1 Grundgesetz:
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Es wird nun sehr interessant sein, die weitere Entwicklung zu verfolgen um zu sehen, zu welchen Schlüssen das Bundesverfassungegericht kommen wird. In jedem Fall besteht nach dem ersten Verhandlungstag Hoffnung, dass das BVG zu Gunsten der Armen entscheiden wird.
Dies mag für einige überraschend sein, doch ist es wieder einmal ein starkes Zeichen dafür, dass unser Rechtssystem funktioniert. Die sogenannte Judikative legt Wert darauf, dass sie unabhängig von Regierung und Politik darüber wacht, was gemäß geltendem Recht richtig ist.
Die Bundesregierung wird dies bei der Verteilung von Steuergeschenken vermutlich nicht mehr berücksichtigen, so dass die Schulden aller Voraussicht nach weiter steigen werden, nachdem das BVG sein Urteil gesprochen haben wird.
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Morgen entscheidet das BVG über die derzeit geltenden Hartz IV Sätze für Kinder.
Ich hoffe, dass das BVG ein klares Zeichen setzt, was Kinder diesem Land wert sein müssen.
Kinder sind die Schwächsten in unserer Gesellschaft. Sie können nichts dafür, dass ihre Eltern aus welchen Gründen auch immer mit Hartz IV auskommen müssen.
Ein Kind, wohl gemerkt, ein Träger der Zukunft unserer Gesellschaft, ist dieser Gesellschaft zwischen 215 Euro (bis 6 Jahre) und 251 Euro (6 bis 14 Jahre) wert. Ich sage bewußt unserer Gesellschaft, denn es ist letztlich die Mehrheit der wählenden Gesellschaft unseres Landes, die mit ihren Stimmen die Politik bestimmt. Vielleicht ein Grund mehr, zukünftig doch von seinem Grundrecht gebrauch zu machen, auch wenn dies auf Bundesebene erst in vier Jahren wieder möglich ist.
Aber zurück zum Thema: Sollte nun jemand glauben, dass dies doch gar nicht so schlecht sei, 215 bzw. 251 Euro zuzüglich Kindergeld, dann ist sie oder er genauso einem Irrtum aufgesessen, wie ich, denn das Kindergeld wird auf die Hartz-IV Leistungen abgerechnet, so dass weit weniger übrig bleibt.
Vergleicht man diese Sätze mit dem eigentlichen Kindergeld in Höhe von 164 Euro bzw. etwas mehr ab dem 3. / 4. Kind, dann sieht ma, wie gering der Unterschied ist. Noch anzumerken ist, dass Besserverdienende mehr erhalten, da das Kindergeld das Existenzminimum sicherstellt und sich durch den höheren Steuersatz auch höhere Zahlungen ergeben (in Form einer Steuerrückerstattung).
Der Kinder-Satz ist dabei abgeleitet vom Erwachsenensatz (60% bzw. 70%). Dumm nur, dass im Satz für einen Erwachsenen zum Beispiel keine Ausgaben für Bildung berücksichtigt sind. Also auch nicht im reduzierten Satz für Kinder. Alle Eltern von schulpflichtigen Kindern wissen aber, dass heutzutage die Eltern für Unterrichtsmaterial, Ausflüge, etc. einen Obulus leisten dürfen. Wie aber kann dies eine Familie oder Alleinerziehende(r) mit Hartz-IV leisten? Nur in dem er/sie regelmäßig etwas vom geringen verfügbaren Geld zusätzlich zur Seite legt.
Studien belegen, dass die durchschnittlichen Kosten für die Versorgung und Betreuung eines Kinder bei rd. 500 Euro liegen. Das ist weit entfernt von dem, was Eltern mit Hartz-IV erhalten. Selbst bei einem vergleichsweise geringen Einkommen von rd. 1.700 Euro geben Eltern immer noch rd. 325 Euro für ein Kind aus. Das ist deutlich mehr als Hartz-IV den Eltern zugesteht. Eltern sollen sich sicherlich nicht an ihren Kindern bereichernm aber davon kann bei diesen Zahlen auch keine Rede sein. Eltern sollten aber in jedem Fall in die Lage versetzt werden, ihre Kinder vernünftig zu versorgen, denn nur so lernen diese Respekt vor der Gesellschaft und können und werden später ihren Beitrag leisten!
Ich will es damit bewenden lassen. Ich glaube und hoffe, dass bereits diese kurze Beschreibung zeigt, welch krasses Mißverhältnis zwischen unserem gesellschaftlichen und politischen Anspruch, dass Kinder unsere Zukunft sind, und unserem alltäglichen Umgang mit ihnen und unserer Fürsorge für sie besteht.
Kinder brauchen Schutz. Sie brauchen ein sicheres Umfeld und eine gesicherte Versorgung: Am besten in einer intakten Familie. Wenn den Eltern aber kaum genug zum Leben bleibt, kann man sicherlich nicht davon ausgehen, dass sie sich ausreichend um ihre Kinder kümmern können oder werden. Die zunehmende Zahl von Kindern, die in Armut und Verwahrlosung aufwachsen, ist ein Zeugnis hierfür.
Ich danke daher und drücke meine ausrückliche Hochachtung den Eltern aus, die es sich trotz der Unfähigkeit oder dem Unwillen der Gesellschaft zum Ziel gesetzt haben, dass ihre Kinder in einer behüteten Familie in einem sicheren Umfeld, in Liebe und Zuneigung aufwachsen können.
Das ist eine wahre Leistung im Alltag und ich wünsche es all diesen Familien, dass das BVG zu ihrem Recht entscheidet.
Ach ja, ein abschließendes Wort noch zu den immer wieder geäusserten Befürchtungen, dass Hartzz-IV Empfänger auf Staatskosten leben und zu faul zum Arbeiten seien:
Es mag sein und es ist sicher so, dass es Leute gibt, die auf Kosten des Staates versuchen sich durchzumogeln. Für mich gilt aber:
1. Ich möchte nicht so leben und muss mich von daher auch nicht darüber aufregen,
2. es wird immer Menschen geben, die vorhandene Sozialleistungen zu ihren Gunsten ausnutzen, es gibt aber in jedem Fall auch die anderen,
3. warum muss ich die mit bestrafen, denen dies zu Unrecht vorgeworfen wird und ich behaupte, das ist die Mehrheit! Kann es unsere Gesellschaft nicht (er-)tragen, dass einige das Systemn ausnutzen und zu guter Letzt,
4. gibt es nicht auch genügend so genannter Reicher, die durch Steuerhinterziehung versuchen immer mehr zu bekommen?
Wer den Geringen vorwirft, sich am Staat zu bereichern, der muß auch bei den Reichen den gleichen Maßstab anlegen!
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Zunächst einmal muss ich zugeben, dass ich bisher keine Blogs geschrieben habe. Ich bin also absoluter Anfänger. Von daher auch meine Bitte, mir kurz eine Rückmeldung zu geben, falls etwas nicht so sein sollte, wie dies üblich ist.
Ich habe den Blog "Familien und Kinder in Deutschland" genannt, weil mich dieses Thema aktuell sehr beschfäftigt. Ich bin kein Pädagoge, kein Sozialarbeiter und auch kein Politiker. Ich bin einfach nur Vater von zwei Kindern.
Wenn ich allerdings sehe, wie in unserer Gesellschaft das Thema Familie und Kinder behandelt wird, wie überall gejammert wird, dass es immer weniger Kinder gibt, man sich fragt, ob Deutschland irgend wann aussterben wird und wer die Sozialleistungen in Zukunft zahlen wird, dann frage ich mich, wann wir in unserer Gesellschaft beginnen, tatsächlich ernsthaft etwas unternehmen, damit Kinder in unserer Gesellschaft den Stellenwert erhalten, den sie haben sollten.
Mir geht es dabei vor allem um die Frage, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit Kinder in Deutschland sicher aufwachsen können und sie zukünftig ihren Platz in unserer Gesellschaft finden. Dabei treibt mich insbesondere um, dass heute
- viele Kinder überhaupt erst nicht geboren werden, obwohl es in unserer Gesellschaft seit langem zu wenige Geburten gibt und es zunehmend Paare gibt, die sich Kinder wünschen aber keine eigenen bekommen können - die Vernichtung von Leben!
- immer mehr Kinder in Armut aufwachsen und immer mehr Kinder, nicht erst seit der Finanzkrise, z.B. ohne Frühstück zur Schule gehen - beschämend für eine Gesellschaft!
- viel zu viele Kinder und Jugendliche unsere Schulen verlassen und nur unzureichend über die Ausbildung verfügen, um in einer Welt bestehen zu können, die immer größere Anforderungen an den einzelnen stellt - eine masslose Verschwendung von Humankapital!
- Kinder sich sebst überlassen werden, weil ihre Eltern sich nicht um sie kümmern oder nicht in der Lage sind, sich um sie zu kümmern
- Politiker immer in höchsten Tönen von unseren Kindern als unserer Zukunft sprechen, aber es bis heute keinen ganzheitlichen Ansatz gibt, in welcher Form wie oben gesagt sichergestellt werden kann, dass Kinder einen angemessenen Platz in unserer Gesellschaft einnehmen und ihre Interessen und Bedürfnisse in der öffentlichen Diskussion und letztlich auch in Gesetzen berücksichtigt werden.
Zu all dem würde ich gerne meine Ansichten mitteilen und hierzu würde ich mich gerne austauschen.
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