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Arbeitsmedizin - der Beruf mit Zukunft
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Autor: hohenstein | Besucher: 503 | Bewertung:      Um den Artikel zu bewerten, fahren Sie bitte mit der Maus über die Sterne. Wenn die Anzahl der Sterne aufleuchtet die Sie vergeben wollen, brauchen Sie nur noch zu klicken!
Kategorie: Beruf - Bildung & Karriere | Erstellt am: 30.05.2010 - 17:37:39 |
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Die Arbeitsmedizin ist in der klassischen Medizin eher als präventives bzw. als gesundheitsförderndes Fachgebiet anzusehen. Somit kommt ihr mehr Gewicht in der beratenden als kurativen Medizin zu. Das bedeutet, die Arbeitsmedizin ist auf den Dialog mit dem Patienten als Zielgruppe ausgerichtet. Typisch ist dabei die interdisziplinäre und aktive Kommunikation im Vorfeld der möglichen Erkrankungen mit nichtmedizinischen Bereichen.
Der Bereich der Arbeitsmedizin ist ein sehr junger Zweig der Medizin und umfasst die Forschung, Lehre und Praxis bei der Begutachtung oder Untersuchung der Wechselwirkung zwischen den Arbeitsumständen und der Gesundheit des Menschen. Dabei gilt der Prävention und Diagnostik von arbeitsbedingten Gesundheitsschädigungen die höchste Aufmerksamkeit. Darunter zählen auch die Berufskrankheiten. Ein weiteres Betätigungsfeld für Arbeitsmediziner ist die ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen zur Verhinderung von gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Weiter wird in der Arbeitsmedizin die optimale Integration von chronisch Kranken sowie Behinderten geprüft.
Ein im Bereich „Arbeitsmedizin“ tätigen Arzt erhält die Bezeichnung als Facharzt für Arbeitsmedizin, oder auch kurz Arbeitsmediziner genannt, nach einer entsprechenden Weiterbildung. Normalerweise schließt sich diese Spezialisierung an die medizinische Grundausbildung für Ärzte an und dauert durchschnittlich 60 Monate. Davon sind mindestens 24 Monate in der Allgemeinen Medizin und der Inneren Medizin sowie 36 Monate in der Arbeitsmedizin zu absolvieren. Auf diese insgesamt 60 Monate Fortbildungszeit können aber bis zu 12 Monate aus anderen Fachbereichen der Medizin angerechnet werden.
Der Kern der Ausbildung ist ein 360 Stunden Kurs über Spezialthemen der Arbeitsmedizin, welcher Grundvoraussetzung für die Erteilung der Facharztanerkennung als Arbeitsmediziner wie auch für die Fortbildung als Betriebsmediziner ist. Diese Fortbildung für die Bezeichnung Betriebsmedizin setzt eine abgeschlossene Facharztausbildung voraus und dauert ein Jahr. Die Anforderungen sind hier von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Nähere Angaben sind bei der zuständigen Ärztekammer zu erfragen.
Fachärzte für Arbeitsmediziner findet man in frei zugelassenen arbeitsmedizinischen Praxen, in Betrieben und im Gesundheitsamt. Doch auch in der Forschung für Arbeitsmedizin und an arbeitsmedizinischen Lehrstühlen in Ausbildungsfachschulen werden Arbeitsmediziner eingesetzt.
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