Lokalnachrichten finden   Stellenangebote finden   Immobilienangebote finden   Presseartikel   Registrieren  
Presseartikel:
 
 
Artikel
Wunschanalyse Xetra Gold
Autor: sharewise | Besucher: 72 | Bewertung:
Um den Artikel zu bewerten, fahren Sie bitte mit der Maus über die Sterne.
Wenn die Anzahl der Sterne aufleuchtet die Sie vergeben wollen, brauchen Sie nur noch zu klicken!

Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Erstellt am: 22.10.2010 - 12:42:41

Herzlich Willkommen zur Wunschanalyse von Sharewise in Zusammenarbeit mit Stephan Heibel vom Heibel-Ticker.de Börsenbrief (www.heibel-ticker.de). Unsere Mitglieder haben sich diese Woche eine Analyse des Gold ETF der Deutschen Börse, Xetra Gold, gewünscht.

WAS DER NUTZEN VON GOLD MIT SEINEM PREIS ZU TUN HAT

Ein Teil der Goldproduktion geht in die Schmuckindustrie. Ein Teil wird sogar auf Platinen in der Chipindustrie verwendet. Doch der größte Anteil der Jahresproduktion Gold wird zu dem seit Jahrhunderten angehäuften Vermögen an Goldbarren in Tresore gelegt. Staaten, Notenbanken, die Weltbank und viele Reiche dieser Erde lagern einen Teil ihrer Vermögen in Form von Goldbarren.

Die Lagerung kostet Geld, Zinsen gibt es beim Gold nicht und so gibt es einige Anleger, die statt Lagerungsgebühren lieber Depotgebühren zahlen und statt des Barrens im Tresor eben ein ETF ins Depot gebucht bekommen wollen. Das ist häufig günstiger, vielleicht schneller, in jedem Fall aber bequemer. Über ein paar Mausklicks kann man zum stolzen Goldbesitzer werden und ebenso schnell kann man das Gold auch wieder verkaufen.

Der "Spread", also die Spanne zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs beim Xetra Gold ETF der Deutschen Börse wesentlich kleiner als beim Goldbarren und so lässt sich schon auf kleine Kursgewinne spekulieren. Neben Xetra Gold gibt es eine ganze Reihe von entsprechenden Gold ETF, die das Vermögen ihrer Anleger mit physischem Gold hinterlegen. Es gibt aber auch andere ETF und Fonds, die von sich behaupten, die Entwicklung des Goldpreises abzubilden ohne jedoch das physische Gold selbst zu kaufen. Es werden stattdessen über Gold-Futures entsprechende Preisänderungen abgebildet und je ausgefeilter der zugrunde liegende Algorithmus, desto besser gelingt dies auch.

So beträgt heute das Volumen der auf Gold lautenden Finanzderivate ein Vielfaches des Volumens des verfügbaren Goldes. Viel mehr Menschen haben ein verbrieftes Recht auf Gold, als es tatsächlich an Gold gibt. Es wird geschätzt das weltweit rund 155.000 Tonnen Gold existieren. Das entspricht einem Wert von rund 700 Mrd. USD, wenn Sie den aktuellen Goldpreis von 1.350 USD/Unze Gold zugrunde legen.

Wenn Sie Gold als Alternative zu einem Investment in Aktien, Anleihen oder in Immobilien sehen, dann nimmt sich der absolute Wert allen Goldes der Erde mit 700 Mrd. USD ziemlich bescheiden aus gegenüber den auf Papier verbrieften Unternehmenswerten, bei denen allein schon die beiden Unternehmen Apple und Exxon auf einen Wert in dieser Region kommen. In Sachen Immobilien relativiert sich dieser Wert recht schnell wenn Sie sich die Hilfsaktionen verschiedener Länder in Erinnerung rufen: In den USA wurden allein die Banken mit höheren Summen gestützt.

Und wenn Sie sich vor Augen führen, dass China amerikanische Staatsanleihen im Wert von 900 Mrd. USD besitzen, dann wird es deutlich, wie gering der Anteil des Goldes im weltweiten Portfolio nur sein kann. Stellen Sie sich einmal vor, China beschließt ein Drittel seiner Währungsreserven in US-Dollar, ein Drittel in Euro und ein Drittel in Gold anzulegen. Es wäre beim heutigen Wert des Goldes nicht möglich. Ungeachtet dessen wäre es auch nicht sinnvoll, wie ich weiter unten zeigen werde.

Wir halten fest, dass Gold in erster Linie deshalb so viel Wert ist, weil es wenig davon gibt und weil es international akzeptiert wird.



GOLD ALS WÄHRUNGSRESERVE

Auf den Seiten der "Goldbugs", der Goldbullen finden sich immer wieder lange Artikel darüber, dass eine goldgedeckte Währung die einzig stabile Währung wäre. Ich halte das für Quatsch, denn diesen Kritikern ist häufig entgangen, welche Probleme goldgedeckte Währungen mit sich brachten: Insbesondere die Weltwirtschaftskrise 1929-1932 wurde durch die Golddeckung der Währungen verstärkt. Papiergeld, das für ein funktionierendes Wirtschaftssystem wie das Schmieröl für den Motor wirkt, wurde in Krisenzeiten gegen Gold zurück getauscht. Die Geldmenge sank und die Rezession verstärkte sich dadurch nur noch mehr. Goldgedeckte Währungen haben über Jahrhunderte immer wieder zu Rezessionen geführt, denen Regierungen hilflos gegenüber standen.

Wir können uns gerne über den Sinn und Unsinn von Zinsen unterhalten. In welchem Umfang sollte die "Geldmenge" vermehrt werden, warum muss Geld, das nur einfach so herum liegt, verzinst werden? Über diese Fragen gibt es in der Wissenschaft eine rege Diskussion. Aufgrund von Zinshandhabungsproblemen jedoch zur Steinzeit zurückzukehren halte ich für die falsche Richtung.

Der Euro ist beispielsweise an die Wirtschaftsleistung der EU gekoppelt. Damit kann der Wert des Euros nur entsprechend eines Wohlstandsanstiegs wachsen, kurzfristig kann durch eine Geldmengenausweitung jedoch auf Verwerfungen im Finanzsystem reagiert werden. Ich halte den Euro, wenn die Maastricht-Kriterien konsequent eingehalten werden, für eine recht passable Lösung. Um Längen besser zumindest als der US-Dollar, was wir am kontinuierlichen Vertrauensgewinn des Euros ablesen können.

Doch die ganze Welt schaut auf den Goldpreis des Goldes, und der hat in den vergangenen Wochen fast täglich neue Rekordstände erreicht. In der ganzen Welt gibt es tatsächlich nicht viele wirklich frei handelbare Währungen. Der US-Dollar gilt als eine solche. Der Euro, das britische Pfund und vielleicht noch der japanische Yen. Die meisten Länder unserer Erde richten ihre Geldpolitik an einer dieser Währungen aus: China koppelt den Yuan an den US-Dollar. Der Großteil des Südostasiatischen Raumes koppelt seine jeweilige Währung an China. Viele Länder lassen Wechselkursänderungen nur von Zeit zu Zeit und in einem kontrollierten Umfang zu.

Als Verfechter freier Wechselkurse muss ich jedoch gestehen, dass diese Methode ihren Sinn hat. Geschäfte von inländischen Unternehmen mit dem Ausland können von einem Profit zu einem Verlust gedreht werden, wenn zwischen Vertragsabschluss und Bezahlung der Wechselkurs stark schwankt. So müssten selbst kleine Unternehmen schon an den Devisenmärkten aktiv teilnehmen, um diese Risiken für teures Geld (Optionsscheinprämie!) abzusichern. Stabile Wechselkurse haben ihren Wert.



US-DOLLAR ALS WICHTIGSTE WÄHRUNG DER WELT - NOCH

Ein Großteil der Welt richtet die eigene Geldpolitik am US-Dollar aus. Und somit ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Rohstoffpreise in US-Dollar notiert werden. Oder ist es anders herum: Weil die Rohstoffe in US-Dollar gehandelt werden hängen viele Länder ihre Währung an den US-Dollar? Nun, wie dem auch sei, die Welt verliert derzeit das Vertrauen in die Stabilität des US-Dollars und sucht nach Alternativen zum US-Dollar. Aus den USA hören wir immer wieder weitere Geldmengenausweitungen und von immer neuen Konjunkturprogramme, finanziert durch Staatsanleihen, die von der US-Notenbank gekauft werden. Wie viel ist ein US-Dollar denn tatsächlich wert?

In Gold gemessen: Immer weniger und weniger. Sie müssen immer mehr US-Dollar auf den Tisch legen, um eine Unze Gold zu erhalten. Auch der Euro steigt gegenüber dem US-Dollar. Und das Gold steigt gegenüber dem Euro. Ich sehe den Hintergrund in diesen Vorgängen wie folgt: Der Euro ist mit seiner Kopplung an die Wirtschaftsleistung der EU bereits recht gut ausgestellt. Mangels automatisierter und in der Praxis erprobter Strafen für Defizitsünder ist das Vertrauen noch nicht vollständig, doch ich sehe die EU auf dem richtigen Weg. Die EZB ist von der Politik unabhängig und hat nur das eine Ziel der Geldwertstabilität.

Der US-Dollar hat keine Basis. Er war früher an das Pfund gekoppelt, seit Bretton Woods 1943 war der US-Dollar an das Gold gebunden. 1971 wurde die Goldbindung aufgehoben, seither schwebt der Greenback wie ein Blatt im Wind. Es fehlt die Basis. Schlimmer noch, das zuständige Institut, die US-Notenbank Federal Reserve, hat zusätzlich zur Geldwertstabilität noch ein zweites Ziel in die Statuten geschrieben: Ausgleich von Wirtschaftsschwankungen. So wird zu Lasten der Geldwertstabilität die Geldmenge ausgeweitet, wenn es dem Arbeitsmarkt förderlich ist.

Ein kleines Land, das alleine seine eigene Geldpolitik betreibt, kann so verfahren und wird über eine kontinuierliche Abwertung der eigenen Währung sodann die Rechnung dafür bezahlen. Der US-Dollar ist jedoch zu stark im internationalen Finanzgefüge integriert und wird daher nicht direkt auf geldpolitische Entscheidungen reagieren. Die Reaktion erfolgt zeitversetzt immer erst dann, wenn die Währungsreserven anderer Nationen strategisch (also langfristig) umgeschichtet werden.

Schritt für Schritt erfolgt also derzeit eine Abwertung des US-Dollars, obwohl seine Kaufkraft aufgrund der langsamen Reaktion und seiner bedeutenden Rolle als weltweiter Maßstab eigentlich viel höher sein müsste. Die Flucht aus dem US-Dollar erfolgt in den Euro und in das Gold. Der Umstand, dass der Goldpreis gegenüber dem Euro ebenfalls ansteigt ist darauf zurückzuführen, dass es wesentlich weniger Gold auf der Welt gibt als Euro, ein kleiner Nachfrageschub nach Gold führt zu einem viel größeren Preisaufschlag als ein entsprechender Schwenk zum Euro. Zum anderen ist der Euro aus oben genannten Gründen noch nicht am Ziel angekommen, es stehen noch einige festigende Maßnahmen aus.

So sehe ich das Gold als eine Übergangswährung. Während die Probleme des US-Dollars bereits in seiner Konzeption stecken und kontinuierlich größer werden, sind die Probleme des Euros noch nicht gelöst. Übergangsweise parken Anleger also ihr Geld in Gold.
Verlinken Sie diesen Artikel auf Ihrer Webseite
Kommentare
Es ist noch kein Kommentar vorhanden!
Bitte loggen Sie sich ein um das erste Kommentar zu schreiben.
Neue Presseartikel zum Thema Handel - Business & Wirtschaft
Meist gelesene Presseartikel zum Thema Handel - Business & Wirtschaft
Sponsoren & Partner
Mein Account
Login
Benutzername:
Passwort:
Passwort vergessen?
kostenlos registrieren
Menü
» So funktioniert es
» Werbeeinnahmen steigern
» Autorenverzeichnis
Artikel
Kategorien
» Astrologie - Esoterik & Sterne RSS Astrologie - Esoterik & Sterne
» Auto - Motorrad & Verkehr RSS Auto - Motorrad & Verkehr
» Babys - Kinder & Erziehung RSS Babys - Kinder & Erziehung
» Bauen - Planungen & Architektur RSS Bauen - Planungen & Architektur
» Beauty - Kosmetika & Wellness RSS Beauty - Kosmetika & Wellness
» Beruf - Bildung & Karriere RSS Beruf - Bildung & Karriere
» Dienstleistungen & Consulting RSS Dienstleistungen & Consulting
» Elektronik & Informationstechnik RSS Elektronik & Informationstechnik
» Energie - Umwelt & Klima RSS Energie - Umwelt & Klima
» Essen - Trinken & Rezepte RSS Essen - Trinken & Rezepte
» Familie - Freunde & Beziehung RSS Familie - Freunde & Beziehung
» Freizeit - Hobby & Unterhaltung RSS Freizeit - Hobby & Unterhaltung
» Games - Konsolen & Spiele RSS Games - Konsolen & Spiele
» Geld - Versicherungen & Finanzen RSS Geld - Versicherungen & Finanzen
» Geschichten & Anekdoten RSS Geschichten & Anekdoten
» Gesundheit - Medizin & Chirurgie RSS Gesundheit - Medizin & Chirurgie
» Handel - Business & Wirtschaft RSS Handel - Business & Wirtschaft
» Haus - Garten & Heimwerk RSS Haus - Garten & Heimwerk
» Immobilien & Makler RSS Immobilien & Makler
» Internet & Multimedia RSS Internet & Multimedia
» IT - Hardware & Software RSS IT - Hardware & Software
» Kunst - Kultur & Religion RSS Kunst - Kultur & Religion
» Lifestyle - Mode & Schmuck RSS Lifestyle - Mode & Schmuck
» Literatur - Bücher & Zeitschriften RSS Literatur - Bücher & Zeitschriften
» Marketing - Werbung & PR RSS Marketing - Werbung & PR
» Medien - News & Kommunikation RSS Medien - News & Kommunikation
» Mobilfunk & Telekommunikation RSS Mobilfunk & Telekommunikation
» Musik - Kino & Entertainment RSS Musik - Kino & Entertainment
» Natur - Tiere & Pflanzen RSS Natur - Tiere & Pflanzen
» News & Pressemitteilungen RSS News & Pressemitteilungen
» Politik - Gesellschaft & Soziales RSS Politik - Gesellschaft & Soziales
» Recht - Gesetze & Steuern RSS Recht - Gesetze & Steuern
» Reisen - Urlaub & Tourismus RSS Reisen - Urlaub & Tourismus
» Sport - Fitness & Workouts RSS Sport - Fitness & Workouts
» Vereine - Community & Foren RSS Vereine - Community & Foren
» Wissenschaft - Bildung & Forschung RSS Wissenschaft - Bildung & Forschung
Sponsoren & Partner
Presseartikel - Artikelverzeichnis - Artikelverzeichnisse - Nachrichten-RSS.de
Presseinformationen:Artikelverzeichnisse, Artikel schreiben, Artikel veröeffentlichen, Autor werden, Fachpublikationen schreiben, Online Artikel, Kostenlose Pressemitteilung, Kostenloses Presseportal, Öffentlichkeitsarbeit, PR-Agenturen, PR-Dienstleister, Presseagentur, Pressearbeit, Pressemappe, Pressemeldungen, Pressemitteilung, Presse Service, PR-News, PR-Öffentlichkeitsarbeit, PR-Werbung

Startseite | Impressum | Datenschutz | Fernabsatz | Unsere AGB | Werbeschaltungen AGB | Partnerseiten | Werbung buchen | RSS-Feed