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Reisen nach Italien, Lob eines Lexikons, General Auburtin und zwei Vorkommnisse
Autor: KiraHund | Besucher: 19 | Bewertung:
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Kategorie: Medien - News & Kommunikation | Erstellt am: 09.02.2018 - 08:09:09

Italien - das ist das Reiseziel von Waldtraud Lewin. Deren Reise- und Erlebnisbuch ,,Addio, Bradamante" aus den achtziger Jahren des inzwischen vorigen Jahrhunderts ist der erste der fünf Deals der Woche, die im E-Book-Shop www.edition-digital.de eine Woche lang (Freitag, 09.02.18 - Freitag, 16.02.18) zu jeweils stark reduzierten Preisen zu haben sind.

Jürgen Leskien, der Angola-Fahrer, berichtet in ,,Das Brot der Tropen" wieder einmal aus diesem afrikanischen Land - und über seinen Großvater, der sich gut auskannte zumindest von A bis Atlantiden. Und diese Kennerschaft hatte einen ganz bestimmten Grund. In 18 Erzählungen unter dem Titel ,,Ihr wilder Mut" stellt Heinz Kruschel Menschenschicksale aus dem 20. Jahrhundert vor. Eine Auswahl der schönsten Feuilletons & Geschichten des bekennenden Auburtinisten Jürgen Borchert präsentiert der Band ,,Spiel gegen sich selbst", der in einer Art Selbstvorstellung auch das größte menschliche Vergnügen lobt - das Denken. Um das Denken sowie um grundsätzliche Fragen von Entwicklung und Erziehung, um menschliches Verhalten zwischen Routine und Revolution geht es in der Erzählung ,,Zugespitze Situation" von Albrecht Franke. Eigentlich schade, dass wir nicht wissen, ob die damalige DDR-Volksbildungsministerin Margot Honecker dieses brisante Buch jemals zu Gesicht bekommen hat und was sie darüber gedacht hat oder zumindest haben könnte. Vielleicht haben Sie eine Idee, wenn Sie das letzte der aktuellen fünf E-Book-Angebote der Woche gelesen haben.

,,Addio, Bradamante" - unter diesem Titel veröffentlichte Waldtraut Lewin erstmals 1986 im Kinderbuchverlag Berlin ,,Drei Geschichten aus Italien": Die Autorin hat berühmte und sehr verschiedene italienische Landschaften und Städte besucht. In die Toskana, nach Rom und Sizilien führen die drei Erzählungen dieses Buches, Reisebericht und mitreißendes Erlebnis zugleich. Zahlreich sind die Stationen und die Begegnungen mit den Bewohnern des Landes. Die toskanische Schäferin Cincia, die mit der Besitzerin des alten romantischen Turmes in Fehde liegt, Fortunata, die Tänzerin in Rom, deren Traum vom Aufstieg zur Primaballerina zerbrochen ist, vor allem aber Bradamante, den alten Rittergeschichten entstiegen: sie alle und andere mehr sind lebendig, liebenswürdig in ihrem Temperament und interessant in den Fragen, die sie beschäftigen. Spannende Abenteuer lassen nicht auf sich warten, und Geheimnisse wollen gedeutet sein. Das Buch beginnt mit ,,Der Turm und der Ölbaum. Eine Geschichte aus der Toskana":

,,Auf dem Lande wohnt man billiger als in der Stadt, hatte man mir gesagt. Außerdem sieht ein Hotel wie das andere aus. Ich aber wollte Dinge sehen und erleben, wie sie nicht jedem Touristen begegnen. Freunde hatten mir die kleine Herberge gleich an der Straße empfohlen, dort sei es preiswert, und man würde freundlich behandelt, als gehöre man zur Familie.

Aber es war Wochenende, und wider Erwarten gab es kein freies Bett. ,,Das Wetter war so lange schlecht", sagte der geschäftige Wirt, ,,nun haben die Leute die ersten schönen Tage zu einem größeren Ausflug genutzt. Von hier aus sind es ja nur zehn Minuten bis zum See, wissen Sie, und vielleicht kann man sogar schon baden." Das war für einen Italiener eine kühne Vermutung. Ende Mai geht man hier gemeinhin noch nicht ins Wasser. Ein Bad unter zwanzig Grad wird als Martyrium angesehen, und der Trasimeno-See, von dem der Wirt redete, hatte höchstens achtzehn Grad zu dieser Zeit. Aber wie dem auch sei, es war kein Zimmer zu haben. ,,Versuchen Sie es doch im Ort", sagte der Wirt in Eile.

Ein bisschen enttäuscht begab ich mich dorthin. Um diese Jahreszeit, so zwischen Frühling und Sommer, war es in der Toskana am schönsten, warm, aber nicht zu heiß, und das Grün der Landschaft noch nicht versengt von der glühenden Sonne des Juli und August. Ungefähr auf der ,,Wade" des Stiefels Italien befand ich mich, an der Grenze der Provinzen Umbrien und Toskana. Hier gedeihen Wein und Oliven, die braunen Bauernhäuser liegen wie geometrische Figuren an die sanften Hügel geschmiegt, und die Zypressen säumen die Wege zu den Gehöften wie Ausrufezeichen. Es ist eine der schönsten Landschaften Italiens, die jedem etwas bietet: der große Trasimeno-See ist für alle, die gern am Wasser sind, die Ausläufer des Apennin mit dem Monte Amiata für die Freunde der Berge - man kann da sogar Ski laufen! Und wer sich für schöne Städte und Kunstschätze interessiert, für den sind von Florenz bis Assisi so viele da, dass einem der Kopf schwindeln kann.

Weiter oben auf den Hügeln, wo keine Felder mehr sind, beginnt die Macchia, der Buschwald aus Eichen, Weißdorn, Stechpalmen, wilden Rosen, Thymianbüschen und Ginster. Von dorther kam mir mit Glockengeläut eine Schafherde entgegen. Zwei schwarze Hunde umkreisten sie, der Schäfer ging am Schluss. Als sie näher herankamen, sah ich, dass es eine Schäferin war, eine zierliche junge Frau. Sie trug derbe Schuhe, ein buntes Halstuch und einen Schäferstab in der Hand. Aus ihrer Schäfertasche, die ihr an Bändern über der Schulter hing, ragte ein dickes in Leder gebundenes Buch mit Goldschnitt hervor, das sie, als sie meiner ansichtig wurde, tiefer in die Tasche hineinstopfte. Um ihr gebräuntes Gesicht war blondes Haar gescheitelt, geflochten und aufgesteckt, dass es fast wie eine Krone aussah.

Wie auf dem Lande üblich, grüßten wir einander freundlich. Die Schäferin blieb stehen, während ihre Herde rechts und links des Hohlweges das saftige Gras abzuweiden begann, und fragte: ,,Wollen Sie unser schönes Tal besuchen?"

,,Ich wollte", sagte ich, ,,aber es scheint, es gibt Probleme mit dem Quartier. Wenn ich im Ort nichts finde ..."

,,Sie finden bestimmt etwas", sagte die Schäferin lebhaft. ,,Fragen Sie nach einem Haus, das II Molino genannt wird. Es ist oft unbewohnt, weil ich im Sommer meist im Pferch bei meinen Schafen schlafe. Sie können hineingehen, es ist unverschlossen. Sagen Sie der Schwelle ein paar freundliche Worte."

,,Was soll ich tun?", fragte ich verwirrt.

Nur ein paar Jahre vor dem Italien-Buch von Waldtraut Lewin, erstmals 1982, veröffentlichte Jürgen Leskien ebenfalls im Kinderbuchverlag sein Afrika-Buch ,,Das Brot der Tropen": Mit seinem Großvater fängt es an - das Buch, das der Schriftsteller Jürgen Leskien über Afrika geschrieben hat, genauer gesagt über die Volksrepublik Angola. Großvater, der eigentlich ein Kutscher war, wusste viel, weil er immer genau zuhörte und weil er ein Lexikon besaß - zwar nur einen Band von zwanzig Bänden. Aber immerhin. Band eins von A bis Atlantiden. Und seinem Enkel erklärte er manches von Afrika. Als der Jahre später wirklich in Afrika ist, in der Volksrepublik Angola, lernt er dort zum Beispiel die Hafenstadt Lobito kennen, trifft einen Wachsoldaten, der ihm mit seinem Seitengewehr eine Kokosnuss öffnet - eine Kokosnuss, die vielleicht aus Brasilien über das Meer nach Angola geschwommen war. Viel erfährt Leskien während seines Aufenthaltes über das Leben und die politische Entwicklung in Angola von der Kolonialzeit bis zum Befreiungskampf, er erfährt von den mehr als hundert Stämmen, die sich untereinander nur schwer verständigen können, von der ersten Militärparade der Soldaten der angolanischen Volksarmee am 4.Februar 1976 über die Magistrale der Hauptstadt Luanda und von der großen Bedeutung von Sprichwörtern in der Kultur dieses Landes. Und erzählt, wie er als Mitglied einer FDJ-Freundschaftsbrigade half, junge Angolaner in der Reparatur von Lastwagen zu unterweisen und mit ihnen gemeinsam die Autos in Gang zu halten. Jürgen Leskien berichtet, wie er in Angola Freunde, schwarze Freunde findet, aber er berichtet auch von den Tagen, da er sich nach seinem 9.000 Kilometer entfernten grünen Heimatland sehnt. Er sieht Affenbrotbäume und Maniokfelder - das Brot der Tropen - und leider keine Elefanten. Und irgendwie ist in Afrika immer auch sein Großvater mit dabei. Sein Großvater aus dem fernen Berlin. Und als er wieder nach Hause kommt, da stellt ihm der Großvater eine wichtige Frage. Aber bevor es soweit ist, dauert es noch ein bisschen. Wir sind schließlich erst ganz am Anfang und bei dem bereits erwähnten Großvater, der ein außergewöhnlicher Mann war, wie man gleich hören wird:

,,1. Kapitel
Am besten ist, ich erzähle gleich von meinem Großvater, dann wisst ihr, woran ihr seid; und warum ich nach Afrika gefahren bin, ist leichter zu verstehen. Also, mein Großvater! Mein Großvater ist Berliner, schon immer. Damals wohnte er mit seiner Frau und seinem Sohn, der, wie richtig vermutet, mein Vater ist, in der Blumenstraße. Das ist die Gegend um den heutigen Ostbahnhof, aber mehr zum Alexanderplatz hin.

Großvater, Großmutter und der Apfelschimmel Oskar betrieben zu dritt eine kleine Kohlenhandlung. Das war in der Zeit zwischen den beiden Kriegen. Wer die Blumenstraße heute sucht, bemüht sich vergebens. Die Blumenstraße ist im Winter neunzehnhundertvierundvierzig verbrannt. Was danach blieb, waren Berge verkohlten Gesteins, Menschen, die in den Trümmern nach Menschen suchten. Zu dieser Zeit war der Kohlenplatz schon lange ohne Kohlen, und Oskar lebte nicht mehr. Großvater hatte ihn, während ich mit Großmutter zitternd vor den Bomben im Hochbunker saß, mit der stumpfen Seite unserer alten Axt erschlagen und das Fleisch am gleichen Abend noch eingeweckt. Besser wäre gewesen, Großvater hätte unser Pferd an die Leute verteilt, die es kannten, an die Nachbarn zum Beispiel oder an die lange Schmidten von der gegenüberliegenden Straßenseite, die war immer auf Suche nach was Essbarem, die Schmidten hatte fünf Kinder. Aber nein, Großvater hatte eingeweckt. So kam es, dass vom toten Oskar so recht niemand etw
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